News vom 13. Juni 2011

 
 
 

Bericht vom Taizélager über Auffahrt

 

Taizé – eine Erfahrung für sich

 

Am Mittwoch, 1. Juni, trafen sich 39 Jugendliche mit ihren Reisebegleitern bei regnerischem Wetter am Bahnhof in Malters für die bevorstehende Reise nach Taizé. Nachdem sich alle begrüsst hatten und die Gepäcke kontrolliert waren, konnte die Fahrt mit dem neuen Reisecar losgehen.

 
 
 
 

Endlich, war das Reiseziel erreicht und wir begannen mit der obligaten Registration und Einführung. Trotz kühlen Temperaturen kamen wir beim Zeltaufbau zum Schwitzen, wurde doch ein Zelt ohne Gestänge und Heringe mitgebracht. Mit etwas Glück und Improvisation konnte auch da eine Lösung gefunden werden, so dass alle einen Schlafplatz einrichten konnten. Der Zeltplatz wurde noch mit Sonnensegel, Tisch und Stühlen gemütlich eingerichtet und danach erwartete uns das erste gemeinsame Nachtessen. Von unserer Jugendgruppe kamen bereits 20 Personen in den Genuss der Essensausgabe. Eine erste Enttäuschung folgte, als wir feststellten, dass die «Chreswörstli», welche in den letzten Jahren immer am Mittwochabend auf dem Speiseplan standen, nicht serviert wurden.

 

Nach dem Nachtessen gingen wir gemeinsam in die Kirche, wo das erste Taizégebet erfolgte. Wer noch Lust hatte konnte anschliessend den Ausgangsbereich, das Oyak, kennen lernen. Dort konnte man sich mit Spielen, Gesängen, anregenden Diskussionen oder einer feinen Crêpe den Abend versüssen. Danach ging es ab in die Zelte, wo strenge Nachtruhe herrschte.

 

Der nächste Morgen begann für die einen schon um 6.00 Uhr, denn sie wollten zum Duschen nicht anstehen. Für die anderen gab es um 7.30 Uhr Tagwache, so dass alle für das Morgengebet und das anschliessende Frühstück bereit waren. Das Taizéfrühstück bestand aus einem frischen Brötli, Butter und dunkler Schokolade, welche zum verstreichen der Butter diente. Dazu gab es «wässrige Ovi» oder Tee.

Es blieb genügend Zeit, um sich noch einen Kaffee aus dem Automaten zu gönnen, bevor die morgendliche Bibeleinführung, welche von einem Taizé-Bruder geleitet wurde, begann. Nach der Einführung und Gruppeneinteilung, traf man sich in den Kleingruppen zur Vertiefung des Themas und zu spielerischen Aktivitäten.

 

So vergingen die Tage unglaublich schnell. Denn trotz all der Fixpunkte im Tag, blieb genügend Zeit um neue Bekanntschaften zu machen. Der Abschied fiel dem einen oder anderen auch dementsprechend schwer.

Welche Wirkung Taizé auf unseren Alltag haben wird, werden wir erst zu Hause merken, doch sicher wird diese Zeit in guter Erinnerung bleiben, denn Taizé ist und bleibt ein Ort, den man erleben muss. Mit Worten kann er nicht annähernd beschrieben werden. So hoffen wir, dass auch die ca. zwanzig Jugendlichen, welche über Fronleichnam nach Taizé fahren werden, eine gute Zeit mit prägenden Erlebnissen, erfahren dürfen.

Anni Engel-Bucher,
Religionspädagogin

 
 
 
 
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